Edith von Lölhöffel von Löwensprung, geb. Unterberger

Allgemeines

Nachname:
Lölhöffel von Löwensprung
Geburtsname:
Unterberger
Vorname:
Edith von
Geburtsdatum:
13.03.1896
Geburtsort:
Charlottenburg
Sterbedatum:
1941
Beruf des Vaters:
Studienrat
Ehemann:
Dr.rer.pol. Erich Lölhöffel von Löwensprung
Kinder:
4
Kommentar zu den Kindern:
ein Zwillingspaar
der einzige Sohn Götz fiel im August 1943

Ausbildung

Ausbildung und Schule:
Besuch des Auguste-Viktoria-Reform-Realgymnasium zu Charlottenburg, dort 1917 Reifeprüfung.
Medizinstudium in Berlin, Examen für Massage und Gymnastik, Medizinisches Staatsexamen 1922.
Absolvierung des Praktischen Jahres an verschiedenen Berliner Kliniken (u.a. Chirurg. Uniklinik u. Chirurg. Abtlg. des Krankenhauses Westend)
Ort des Staatsexamens:
Berlin
Datum des Staatsexamens:
1922
Ort der Promotion:
Berlin
Ort der Approbation:
Berlin / Deutschland
Datum der Approbation:
Mai .1923

Beruf

Fachbezeichnung:
Sportärztin, niedergelassene praktische Ärztin
Art der Tätigkeit:
Praktische Ärztin in Charlottenburg
Mehrmonatige Vertretung einer Charlottenburger Säuglings-Fürsorgestelle
1923 Chirurgische Abteilung des Krankenhauses Westend (Hilfsassistenzärztin) Lichterfelder Krankenhaus, KAVH (Volontärärztin
1929 Aufgabe ihrer Privatpraxis
Kommentar zur Tätigkeit:
Lehrtätigkeit in Gesundheitslehre und Sozialer Hygiene am Kindergärtnerin-, Hortnerinnen - und Jugendleiterinnen-Seminiar des Charlottenburger Jugendheimes, Sportarztkursus an der Preuß. Hochschule,
im April 1928 Ruf an die Deutsche Hochschule für Leibesübungen.
Oktober 1928 Festanstellung, Sportberatung für Studentinnen.
Mai 1929 Berufung an die Preuß. Hochschule für Leibesübungen, im Herbst 1930 Anstellung als Kommiss. Medizinalrätin
Teilnahme an der Sportärztinnentagung in Dresden am 03.09.1930, Leitung des Kurses "Körperschule", Referat: "Wettkampf der Frau"
Nach Schließung der Preuß. Hochschule Lehrauftrag am Hochschulinstitut für Leibesübungen an der Universität Berlin, nach Neuordnung des Studiums für Leibesübungen wurde sie Sportärztin an der Uni Berlin
Olympiakreuz 2. Klasse, Mutterkreuz
Tätigkeitsorte:
1923-1937 Berlin, dort:
1926-1937 Charlottenburg, Friedrich-Karl-Platz 2
1937 Lichterfelde, Gersauer Weg 3
Haupttätigkeitsort:
Berlin
Veränderungen nach 1933:
Betätigung im BdM, Reichsarbeitsdienst, AG nationalsoz. Studentinnen, NS-Reichsbund f. Leibesübungen, Frauenamt der Dtsch. Arbeitsfront, 1936 ärztl. Betreuung der weibl. Mannschaft bei der Olympiade
Schriftleitung der Zeitschrift der deutschen Ärztinnen (4 Jahre)
Mitgliedschaften:
Charlottenburger Wandervogel
Dtsch.-Akad. Frauenbund
NS-Reichsbund f. Leibesübungen
BdÄ (1. Schriftführerin 1931 der Ortsgruppe Berlin)
Frauen-Ausschuß der Reichsstelle gegen die Alkohol- u.Tabakgefahren (1940)

Literatur

Quellen und Sekundärlitertur

Quellen:
Münch. Med. Wschr. 81 (1934) S. 1002
Mschr. Dtsch. Ärztinnen 6(1930), 176
Eckelmann, Christine: Ärztinnen in der Weimarer Zeit und im Nationalsozialismus: eine Untersuchung über den Bund Deutscher Ärztinnen. Wermelskirchen: WFT, 1992
Kuhlo, Ulla: Dr. Edith von Lölhöffel ist von uns gegangen. (Ärztin 17(1941), 45-46)
Ärztin 7(1931), 98, 13(1937), 249, 16(1940), 43, 17(1941), H. 3, 95 - 99, 19(1943), 217
RMK 1929, 1933, 1937
Ärzteblatt für Berlin 42(1937), 362
Portrait:
Die Ärztin (1941) Heft 3, S.97

Eigene Publikationen

Publikationen:
Beziehungen zwischen Ovulation und Menstruation. Berlin o. J., zugl. Berlin, Diss. med. o. J.
Aus der sportärztlichen Arbeit an der D. H. f. L. Frauenturn- und Sporttagung. Berlin 1929
Körpererziehung in der Familie. (Mschr. Dtsch. Ärztinnen 5(1929), 157-158)
Zum Wettkampfsport der Frau. (Mschr. Dtsch. Ärztinnen 6(1930), 260)
Sport als Therapie in der Frauenpraxis. (In: Fortschritte der Medizin. Berlin 1931, zit nach: Ärztin 12(1936), S. 15)
Die Gesundheitslage der Hausfrau und ihre Beeinflussung durch Turnen und Sport. (Ärztin 8(1932), 171-176)
Sport und Lebensaufgabe der Frau. (In: Leibesübungen 1932, S. 301, zit. nach: Ärztin 16(1936), 15)
Frau und Leibesübungen. In: Knoll-Arnold: Normale und pathologische Psychologie der Leibesübungen. Leipzig 1933, S. 205-226, 300-302)
Leitsätze für die körperliche Erziehung der Studentinnen an deutschen Hochschulen. (Ärztin 10(1934), 118-121)
Bericht über den 3. Kongress des Internationalen Ärztinnenbundes (Ärztin 10(1934), 151- 153)
Die Auswirkungen der Körpererziehung auf Entwicklung, Bau und Tätigkeit des weiblichen Körpers nach den ärztlichen Erfahrungen der nordischen Länder. (Ärztin 10(1934), 155 - 162, 169 - 177)
Bericht über die weibliche Körperziehung in Deutschland. In: VII. Congres Internat. de l'Educat. Ühysique. Bd. 2. Feder. Belge de Gymnast. Educative. Brüssel 1935 (zit. nach: Ärztin 12(1936), 15)
Frauensport und Frauentum. (Ärztin 12(1936), S. 10 - 15)
Sportärztliche Erfahrungen im Frauensport. (In: II. Internationale Sportärzte-Kongress Berlin 1936. Verhandlungsbericht. Leipzig 1937, S. 387-391)
Über die Einrichtung von Frauenmilchsammelstellen nach Erfurter Muster (Dr. Marie-Elise Kayser) und ihre Bedeutung für die Kinderheilkunde. (Ärztin 13(1937), 100 - 108)
Fünf Jahre Reichsfrauenführung. (Ärztin 15(1939), 40-44)
Dem Andenken von Dr. med. Helene Piutti und ihrem lebendigen Werk. (Ärztin 15(1939), 72)
Hopsa Tralla: Ein Lieder- u. Spielheft, 14 neue Bewegungsspiele für Kinder. Potsdam, 1939
u. Margarete Esch: Die Ärztin. In: Die akademischen Berufe. Hrsg. Akademisches Auskunftsamt Berlin in Verbindung mit... Berlin 1939
Das Berufsbild der Ärztin. (Ärztin 15(1939), 124-130)
Lange, lange Reihe: ein Lieder und Spielheft. Potsdam, 1939
Die Ärztin in der Front der Heimat. (Ärztin 15(1939), 267)
8. November 1939. (Ärztin 15(1939), 309)
Das geschlechtskranke Kind. (Ärztin 15(1939), 318-321)
Schutz der Jugend in Familie und Öffentlichkeit. (Bekämpfung der Alkohol- u. Tabakgefahren. 7.) Berlin- Dahlem, 1940
Dem Gedächtnis einer kinderreichen Landärztin unserer Zeit: Gudrun Wolff. (Ärztin 16(1940), 337-338)
Aufgaben der Frau für eine alkohol-und tabakfreie Jugenderziehung. (Ärztin 16(1940), 380-181)
Die Ärztin. o. O. 1941, 3. Auflage
Deskriptoren:
Approbation in Weimarer Republik
NS-Position
NS-Gesundheitsdienst (o.ä.)
Abstinenzbewegung
BDÄ (Bund Deutscher Ärztinnen)