Dorothea Haenel-Dietrich, geb. Dietrich

Allgemeines

Nachname:
Haenel-Dietrich
Geburtsname:
Dietrich
Vorname:
Dorothea
Geburtsdatum:
25.09.1880
Geburtsort:
Dresden
Sterbedatum:
08.10.1965
Sterbeort:
Dresden
Konfession:
evangelisch
Beruf des Vaters:
Real-Gymnasiallehrer
Ehemann:
Haenel
Kommentar zum Ehemann:
verwitwet (RÄK 1945)

Ausbildung

Ausbildung und Schule:
Gymnasialkurse des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins in Leipzig, 1901 Abitur
Studium: 1901 - 1907 Medizinstudium in Freiburg, Heidelberg und Leipzig,
06.06.1907 Staatsexamen in Leipzig
18.06.1907 - April 1908 Medizinalpraktikantin am Krankenhaus Friedrichstadt in Dresden,
ab April 1908-? Medizinalpraktikantin in der Säuglingsstation der Krankenanstalt Altstadt in Magdeburg
Ort des Staatsexamens:
Leipzig
Datum des Staatsexamens:
06.06.1907
Ort der Promotion:
Leipzig
Datum der Promotion:
16.7.1908
Datum der Approbation:
15.08.1908

Beruf

Fachbezeichnung:
Gynäkologie und Geburtshilfe
Art der Tätigkeit:
1908/09 tätig an der staatlichen Frauenklinik in Dresden o.A.
1909/10 Assistenzärztin an der Kinderheilanstalt in Dresden
1910 Ärztin an der Staatlichen Frauenklinik in Dresden
1911 Assistenzärztin bei Dr. Weisswange, Dresden
1911/12 Ärztin am Kinderkrankenhaus des Waisenhauses der Stadt Berlin
1912/13 Ärztin an der Provinzial-Frauenklinik in Breslau o.A.
1913-1915, 1917, 1919 Frauenärztin bei Dr. Weißwange in Dresden
1930 Ärztin an einer Strafanstalt in Dresden
1926/27, 1929, 1931, 1933, 1935, 1937 niedergelassene Ärztin und/oder Besitzerin einer Privat-Frauenklinik in Dresden, Kassenärztin
1960 Frauenärztin im Krankenhaus Weißer Hirsch in Dresden
Kommentar zur Tätigkeit:
Anerkennung FA Gyn 1916.
Ab 1926/27 besaß die Ärztin eine Privat-Frauenklinik in Dresden
über ihre Tätigkeit als Gefängnisärztin in Dresden berichtete sie 1930 auf der Mitgliederversammlung des Bundes Deutscher Ärztinnen. Sie beschränkte sich auf eine Wochenstunde, in der sie gynäkologische Spezialfälle behandelte.
Als Vorstandsmitglied der Ortsgruppe Dresden des Bundes Deutscher Ärztinnen übernahm sie 1930 die technische Vorbereitung und Durchführung der Mitgliederversammlung sowie die Führung durch die Hygiene-Ausstellung und durch ein Frauengefängnis in Dresden
auf der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Volksbäder in Dresden sprach die Ärztin über "Baden und Schwimmen der Frauen"
Tätigkeitsorte:
1908/09 Dresden, Staatliche Frauenklinik
1909/10 Dresden, Kinderheilanstalt
1910 Dresden, Staatliche Frauenklinik
1911 Dresden
1911/12 Berlin, Kinderkrankenhaus des Waisenhauses der Stadt Berlin
1912/13 Breslau, Provinzial-Frauenklinik
1913-1915, 1917, 1919 Dresden, tätig bei Dr. Weißwange
1930 Strafanstalt in Dresden
1926/27-1939 Dresden, Albrechtstr. 7
1960 Dresden, Krankenhaus Weißer Hirsch, Oscar-Pletsch-Str. 11
Haupttätigkeitsort:
Dresden
Mitgliedschaften:
BdÄ (1. Vorsitzende der Ortsgruppe Dresden 1927, Vorstandsmitglied 1930).

Literatur

Quellen und Sekundärlitertur

Quellen:
Lebenslauf (Diss.)
RMK 1911, MK 1917, 1919, RMK 1926/27, 1929, 1931, 1933, 1935, 1937
Gynäkologen deutscher Sprache 1960, S. 169
Jahresverz. d. a. d. dtsch. Univ. ersch. Schriften 1907/08
Mschr. Dtsch. Ärztinnen 6 (1930), S. 211
Kästner, Ingrid: Mangel an produktiver Leistungsfähigkeit? Leipzig 1993, S. 7-8
Verbd. Dtscher. Ärztl. Heilanstaltsbesitzer u. -leiter (Hg.): Jahrbuch der ärztlich geleiteten Heilanstalten und Privatkliniken Deutschlands, 1928, S. 8
Münch. Med. Wschr. 77 (1930), S. 2127
Klimpel, Volker: Frauen der Medizin. Historisch-biographisches Lexikon von den Anfängen bis zum zwanzigsten Jahrhundert. Hürtgenwald: Pressler 2001, S. 66
Archivalien
Dtsch. Gyn.-Verz. Leipzig 1939
Adreßbuch der Deutschen Privat-Krankenanstalten und ärztlich geleiteten Sanatorien, Berlin 1936

Eigene Publikationen

Publikationen:
Ueber einen Fall von doppelseitiger metastatischer Ophtalmie. Leipzig, Med. Diss. v. 16.07.1908
Deskriptoren:
Abitur
BDÄ (Bund Deutscher Ärztinnen)
Approbation im Kaiserreich