Margarete Breymann

Allgemeines

Nachname:
Breymann
Vorname:
Margarete
Geburtsdatum:
12.01.1878
Geburtsort:
Wolfenbüttel
Konfession:
evangelisch
Beruf des Vaters:
Arzt
Sonstiges:
Nichte von Henriette Schrader-Breymann. Eingabe vom 3.2.1902 an den Kultusminister in Berlin mit unterzeichnet

Ausbildung

Ausbildung und Schule:
1893-1897 Gymnasialkurse bei Helene Lange in Berlin, 1897 Abitur am kgl. Luisengymnasium in Berlin
Medizinstudium (1897-1903): Göttingen, Freiburg
wurde als erste Frau zur ärztlichen Vorprüfung in Göttingen zugelassen (1899)
1897/98 Gasthörerin in Göttingen. Physikum SoSe 1899, nach dem Zulassungserlaß der Badischen Landesregierung 1900, eine der ersten regulär immatrikulierten Studentinnen in Freiburg, zusammen mit M. W. Gleiß, E. Föllinger, K. Kehr
Gasthörerin für Medizin in Berlin im WS 1901/02
1903 bei Prof. Fehling in Straßburg, 1905 bei Bumm und Stöckel in Berlin
Ort des Staatsexamens:
Straßburg-A
Datum des Staatsexamens:
1903
Ort der Promotion:
Straßburg
Datum der Promotion:
1903
Datum der Approbation:
28.01.1903

Beruf

Fachbezeichnung:
Gynäkologin
Art der Tätigkeit:
1903 Tätigkeit bei Prof. Fehling in Straßburg (o.A.)
1905 bei Bumm und Stöckel in Berlin (o.A.)
1907 bei Prof. Dahlmann in Magdeburg (o.A.)
1909-12 bei Prof. Mackenroth in Berlin (o.A.)???
1907-1914 niedergelassene Ärztin in Berlin
1909 Kassenärztin beim "Kaufmännischen und gewerblichen Hilfsverein für weibliche Angestellte"
1913/14 an der Klinik weiblicher Ärzte in Berlin
1914 - 1939 niedergelassene Ärztin in Braunschweig
Gynäkologin und 1926/27 (RMK) Besitzerin eines Sanatoriums
1939: Mitbelegung der Privatklinik Wille in Braunschweig
Kommentar zur Tätigkeit:
Sie war die Erste, die in Göttingen zur ärztlichen Vorprüfung zugelassen wurde (9.7.1899). Breymann führte zusammen mit Helenefriederike Stelzner anläßlich der Ausstellung "Die Frau in Haus und Beruf" eine Umfrage über die berufliche Situation der Ärztinnen in Deutschland durch, deren Ergebnisse 1912 in der Dtsch. med. Wschr. veröffentlicht wurden. Niedergelassen als Frauenärztin 1907, Anerkennung als Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe 1914 (RÄK 1945)
Tätigkeitsorte:
1903: Straßburg
1907-1914: Berlin, dort: Steglitzerstr. 69 (RMK 1907)
Bülowstr. 14 (RMK 1908)
Potsdamer Str. 99 (RMK 1911, 1912)
Klinik weiblicher Ärzte, Kyffhäuserstr. 23 (RMK 1913, 1914)
1917-1937: Braunschweig, dort:
Am Augusttore 5 (RMK 1914)
Adolfstr. 26 (RMK 1929, 1931,1933)
Löwenallee (!) 23 (RMK 1937)
1939: Löwenwall (!) 23
Haupttätigkeitsort:
Braunschweig
Berlin
Veränderungen nach 1933:
NSD-Ärztebund-Anwärterin, zugelassen Amt für Volksgesundheit(RÄK 1945)
Mitgliedschaften:
Ges. f. Geburtshülfe u. Gynäkologie zu Berlin (1908)
Deutscher Lyceum-Club (Hilfskomitee zur Errichtung eines Frauenkrankenhauses in Berlin 1914)
Verein Krankenhaus weiblicher Ärzte 1914
Bund für Mutterschutz (Jahr?)

Literatur

Quellen und Sekundärlitertur

Quellen:
RMK 1907, 1908, 1911, 1912, 1913, 1914, MK 1917, 1919, RMK 1926/27, 1929, 1931, 1933, 1935, 1937
Bäumer, Gymnasialkurse, 1906, S. 79
Dtsch. Gyäk. kalender 1928, S. 31
Jahrb. d. Vereins Krkhs. weibl. Ärzte 1914
Nowacki, Bund für Mutterschutz, 1983, S. 144
Luhn, Frauenstudium in Göttingen, 1971, S. 32 ff
Gemkow, Ärztinnen und Studentinnen, 1991, S. 297
Ziegeler,Weibliche Ärzte, 1993, S. 14, 85
Verhandl. d. Ges. f. Geburtshülfe und Gynäkologie zu Berlin. 1.Jg. 1908, Stuttgart 1909, S. I (Mitgliederliste)
Archivalien
Dtsch. Gynäkologen-Verzeichnis. Leipzig 1939, S. 49
"Es begann vor hundert Jahren. Die ersten Frauen an der Universität Marburg und die Studentinnervereinigung bis zur ïGleichschaltungïim Jahre 1934. Schriften der Universitätsbibliothek Marburg 76, Marburg 1997

Eigene Publikationen

Publikationen:
Offener Brief zum 80. Geburtstag Helene Langes. (Mschr. Dtsch. Ärztinnen 4(1928), S. 63)
Stelzner, H. F., Der weibliche Arzt, nach gemeinsam mit Dr. Margarete Breymann gepflogenen statistischen Erhebungen. (Dtsch. Med. Wschr. 38(1912), S. 1243/1244, S. 1290-1292)
Ueber Stoffwechselprodukte des Bacillus pyocyaneus. Straßburg, Med. Diss. v. 1903
Deskriptoren:
Abitur
Approbation im Kaiserreich
Bevölkerungspolitik
Frauenvereine
Klinik weiblicher Ärzte (o.ä.)
NS-Ärztebund
NS-Gesundheitsdienst (o.ä.)
Standespolitik