Else Court

Allgemeines

Nachname:
Court
Vorname:
Else
Geburtsdatum:
22.02.1899
Geburtsort:
Köln
Beruf des Vaters:
Justizrat

Ausbildung

Ausbildung und Schule:
sie studierte zuerst Jura in Köln, brach das Studium aber 1920 ab
WS 1920/21 Beginn des Medizinstudiums in München
Ort der Promotion:
Freiburg
Datum der Promotion:
1927
Datum der Approbation:
09.08.1927

Beruf

Art der Tätigkeit:
Ass.-Ärztin in einer Armenpraxis in Köln-Ehrenfeld (1929)
Landärztin in einer Kassenpraxis in Benkheim/Ostpr. (1930-1935)
Tätigkeitsorte:
Benkheim (Kr. Angerburg, Ostpr.) (RMK 1933, 1935)
Rengsdorf/Kr. Neuwied (1938)
Aulenbach/Kr. Insterburg, Hauptstraße
Haupttätigkeitsort:

Veränderungen nach 1933:
1936 verlor sie die Kassenzulassung
1939 übernahm sie die Hausarztpraxis von Dr. Hans Epha in Aulenbach. Wegen einer Denunziation wurde sie 1940 verhaftet und zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt. 1942 wurde sie ins KZ Ravensbrück deportiert. Sie wurde dort in der Näherei beschäftigt. 1943 kam sie zum Arbeitseinsatz ins Außenlager Neurohlau. Dort wurde Kantinengeschirr und Tischwäsche produziert. Sie erkrankte dort an Typhus und kam zurück nach Ravensbrück. 1944 arbeitete sie dort als eine von 4 deutschen Ärztinnen, die für über 2000 Häftlinge zuständig waren. Ab Ende 1944 leitete sie das Revier der Zwangsarbeiterinnen von Siemens, die in Siemens-Baracken außerhalb des Lagers lebten. Am 30.04.1945 wurde das KZ von den sowjetischen Truppen befreit.
E. C. wurde von der sowjetischen Kommandantur als Leiterin des Fürstenberger Krankenhauses eingesetzt.

Literatur

Quellen und Sekundärlitertur

Eigene Publikationen

Publikationen:
Kodeinvergiftung im Kindesalter. Freiburg i. Br., Univ. Diss. Med. v. 1927