Sophie Losch, geb. Alexander

Allgemeines

Nachname:
Losch
Geburtsname:
Alexander
Vorname:
Sophie
Geburtsdatum:
11.02.1894 o. 1887
Geburtsort:
Mogilno (Posen) o. Essen
Sterbedatum:
17.01.1947
Sterbeort:
Berlin (Waldhaus-Klinik Nikolassee)
Kommentar zu den Lebensdaten:
S. Losch gibt im Lebenslauf ihrer Diss. ihr Geburtsjahr mit 1887 an, bei Pearle/Leibfried u. beim Landesarchiv Berlin gilt die Angabe 1894
evtl. gibt es noch eine andere Ärztin namens Sophie Alexander, nur so sind die verschiedenen Angaben zu erklären
Konfession:
evangelisch
Beruf des Vaters:
Kaufmann
Ehemann:
Losch
Kommentar zum Ehemann:
das RAR gibt ihren Familienstand mit "verwitwet" an
Kinder:
2
Sonstiges:
Vater: Louis Alexander
Schwägerin der Ärztin Maria Alexander, geb. Seyring
S. Losch wurde nach kurzer Ehe Witwe. Sie lebte mit ihrer Mutter in Berlin-Friedenau

Ausbildung

Ausbildung und Schule:
Höhere Töchterschule in Essen (1890-1900)
Gymnasialkurse für Frauen in Berlin (Ostern 1911-Herbst 1913), Abitur am 22.9.1913
Medizinstudium in Freuburg und Berlin
ärztliche Vorprüfung am 18.2.1916, klinische Semester in der Chirurgie der Charité und am Vereinslazarett "am Urban" in Berlin u. 6 Monate auf der Inneren am Krankenhaus "Am Urban" in Berlin
Staatsexamen am 27.10.1918 in Berlin. Medizinalpraktikantin an der Frauenklinik von Strassmann in Berlin, ab 1.5.1919 am allg. Krankenhaus in Lüneburg.
Ort des Staatsexamens:
Berlin
Datum des Staatsexamens:
1918
Ort der Promotion:
Berlin
Datum der Promotion:
1920
Datum der Approbation:
17.11.1919

Beruf

Art der Tätigkeit:
1924-1945 niedergelassene Ärztin in Berlin
Kommentar zur Tätigkeit:
Niederlassung in Berlin am 20.08.1924 als Allgemeinpraktikerin
1927 kandidiert sie für die Berliner Ärztekammer, Liste 1, Verein Sozialistischer Ärzte (VSÄ)
Tätigkeitsorte:
1927, 1926/27, 1929, 1933, 1934, 1937, 1938, 191945 Berlin, Friedenau, Stubenrauchstr. 8
Haupttätigkeitsort:
Berlin
Veränderungen nach 1933:
1934 Entzug der Kassenzulassung aus politischen Gründen, 1938 noch als Ärztin tätig. Sie wird im RAR als "Mischling I. Grades" stigmatisiert
da sie befürchtete, als Halbjüdin irgendwann einmal enteignet zu werden, beschloß sie 1934, der Familie ihres Bruders ein Haus in Berlin-Nikolassee zu bauen und ihr Geld in dieser Weise anzulegen. Später wollte sie das Haus denn einmal als Altersruhesitz nutzen. Sie überschrieb das Haus ihrer Schwägerin, Maria Alexander-Seyring, die "Arierin" war
im Gedenkbuch, Bd. 1, wird Losch als einer in Auschwitz Verschollenen gedacht, sie ist jedoch im amtl. Fernsprechbuch Berlin 1945 zu finden und ist 1947 in Berlin an einem Gehirntumor gestorben
Mitgliedschaften:
VsÄ (Verein sozialistischer Ärzte) (1927)
vorgeschlagen zur Wahl der Ärztekammer Berlin 1927
Berl. Med. Ges. (1929)

Literatur

Quellen und Sekundärlitertur

Quellen:
RMK 1926-29, 1933, 1937
Frankenthal: Der dreifache Fluch, S. 317
Soz. Arzt (1927), S. 8
Berl. Adressbuch 1943, S. 792
Amtl. Fernsprechbuch 1945
Gedenkbuch, Bd. 1, S. 22
Berliner med. Gesell. 1929 Bd.LX (1930)
Berl. Ärzte-Correspondenz 32(1927), 424
Reichsarztregister (RAR) der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin
Klinger, Katharina: Maria Seyring, Ärztin, Jahrgang 1895. Frankfurt am Main 1999, S. 95, 189 (Ed. Deutsche Schriftstellerärzte: Buchreihe "Zeitzeugen berichten")

Eigene Publikationen

Publikationen:
Zur Aetiologie der Erkrankung an Tuberkulose bei Kindern. Berlin Diss. Med. v. 1920
Deskriptoren:
Fachgesellschaften
Approbation in Weimarer Republik
VsÄ (Verein sozialistischer Ärzte)
Fachgesellschaften
Standespolitik