Else Simmel, geb. Rapp

Allgemeines

Nachname:
Simmel
Geburtsname:
Rapp
Vorname:
Else
Geburtsdatum:
07.02.1895
Geburtsort:
Gr.-Umstadt
Sterbedatum:
15.02.1964
Sterbeort:
Warren (Ohio)
Beruf des Vaters:
Kaufmann
Ehemann:
Hans Simmel
Kommentar zum Ehemann:
Internist (1891-1943), a.o. Prof., 1929 Chefarzt am Städt. Krankenhaus Gera
Kinder:
4
Sonstiges:
Mutter: Lina, geb. Adler, Vater: Abraham Rapp
Ehemann stirbt 1943 in Warren/Ohio

Ausbildung

Ausbildung und Schule:
Besuch der Volksschule, der Töchterschule und der Realschule in Groß-Umstadt, anschließend Wechsel auf das Realgymnasium zu Darmstadt, hier im Februar 1913 das Reifezeugnis abgelegt
Medizinstudium: drei Semester in Heidelberg, zwei Semester in Würzburg, zwei Semester in München, wiederum drei Semester in Heidelberg
am 23. 04.1918 in Heidelberg die ärztliche Staatsprüfung abgelegt
Ort des Staatsexamens:
Heidelberg
Datum des Staatsexamens:
23.04.1918
Ort der Promotion:
Heidelberg
Datum der Promotion:
1919
Datum der Approbation:
1919

Beruf

Fachbezeichnung:
Kinderärztin
Art der Tätigkeit:
1925-28 Kinderärztinnenpraxis
1947 am Wassar College Poughkeepsie/N.Y. tätig
1950 Ärztin am Norwich State Tuberculosis Sanatorium.
Kommentar zur Tätigkeit:
nach der Ernennung des ehemannes zum Chefarzt am Städt. Krankenhaus in Gera zog die Familie nach Gera. Dort ist E. S. keine ärztliche Tätigkeit nachzuweisen
Tätigkeitsorte:
1925-28 Jena
1929-34 Gera, dort:
Vollersdorfer Str. 13 (1933)
1934-1937 Stuttgart, Marienstr. 39
1943: Warren/Ohio, 438 S.E. Kenilworth Ave
1950, 1956: Uncas-on-Thames, Norwich/Conn.
Haupttätigkeitsort:
Jena
Veränderungen nach 1933:
Jüdin nach dem Gesetz vom 07.04.1933. 1933 keine ärztliche Tätigkeit. 1933 wurde der Ehemann entlassen, 1934 zog die Familie um nach Stuttgart
1938 kam der Ehemann "in Schutzhaft"
Emigration nach England 16.08.1939, im März 1940 in die USA, Norwich, Connecticut. Am 22.08.1943 starb der Ehemann Hans Simmel cin Warren/Ohio.
1947 war sie am Vassar College Poughkeepsie/N.Y. tätig, 1950 Ärztin am Norwich State Tuberculosis Sanatorium. Sie starb in Warren/Ohio
Mitgliedschaften:
Dtsch. Ges. f. Kinderhk., 1935 aus dem Mitgliederverz. gestrichen, Austritt 17.01.1936

Literatur

Quellen und Sekundärlitertur

Quellen:
Jahresverzeichnis der an den Deutschen Universitäten erschienenen Schriften
Lebenslauf (Diss.)
Seidler: Kinderärzte 1933-1945..., Bonn 2000, S. 243, 2. erw. Aufl. 2007, S. 277 - 278
RMK 1937
Proceedings of the Rudolf Virchow Medical Society in the City of New York. 15(1956), S. 131, 22(1963), 191
Simsohn, Werner: Juden in Gera, Bd. 3. Konstanz 2000, S. 111
Grieser, Thomas: Jüdische Ärzte in Thüringen während des Nationalsozialismus 1933 - 1945. Jena, Univ., Diss. v. 2003, S. 112 - 115

Eigene Publikationen

Publikationen:
Klinischer Beitrag zur Kenntnis der syphillitischen atrophischen Spinallähmung. Heidelberg, Diss. Med. v. 1919
Deskriptoren:
Fachgesellschaften
Approbation in Weimarer Republik