Benita Wolff

Allgemeines

Nachname:
Wolff
Vorname:
Benita
Geburtsdatum:
11.06.1893
Geburtsort:
Karlsruhe
Sterbedatum:
02.06.1942
Sterbeort:
München
Beruf des Vaters:
praktischer Arzt
Sonstiges:
Vater: Dr. Benny Wolff, starb 1893, im Jahr von B. W.'s Geburt
Mutter: Johana Wolff

Ausbildung

Ausbildung und Schule:
1899 - Juli 1905 Besuch der höheren Mädchenschule zu Wiesbaden
Privatvorbereitung, September 1905 Aufnahmeprüfung für die Untertertia des Realgymnasiums (Goetheschule) zu Karlsruhe, dort Juli 1911 Abitur
Medizinstudium (ab WiSe 1911/12): München, ärztliche Vorprüfung Frühjahr 1914, ärztliche Prüfung Juli 1917
Ort des Staatsexamens:
München
Datum des Staatsexamens:
Juli.1917
Ort der Promotion:
München
Datum der Promotion:
1918
Datum der Approbation:
1918

Beruf

Fachbezeichnung:
Augenärztin (RMK 1929, 1931, 1937)
Art der Tätigkeit:
1926/27, 1929, 1931, 1933, 1935 niedergelassene Ärztin
1937 ohne Praxis
Kommentar zur Tätigkeit:
Nach ihrer Facharztausbildung eröffnete sie eine Praxis in München
Tätigkeitsorte:
1926/27 München, Hohenzollernstr. 23
1929, 1931, 1933, 1935 München, Römerstr. 21
1937 München, Clemensstr. 30
Haupttätigkeitsort:
München
Veränderungen nach 1933:
Jüdin nach dem Gesetz vom 07.04.1933. 1933 Entzug der Kassenzulassung.
1937 ohne Praxis. 1941 war sie Krankenbehandlerin im Israelischen Krankenhaus. Sie starb am 02.Juni 1942 - am nächsten Tag fand eine Deportation ins KZ Theresienstadt statt. Sie stürzte sich aus dem Fenster des 3. Stocks der Klinik, in der sie sich zu dieser Zeit gerade in stationärer Behandlung befand

Literatur

Quellen und Sekundärlitertur

Quellen:
Lebenslauf (Diss.)
RMK 1926/27, 1929, 1931, 1933, 1935, 1937
Jahresverz. d. dt. Hochschulschr. 1918, o.S.
Leibfried/Tennstedt, Berufsverbote, 1980, S. 265
Jäckle, Renate: Schicksale jüdischer und statsfeindlicher Ärztinnen und Ärzte nach 1933 in München. München, 1988
Bußmann, Hadumod: Stieftöchter der Alma Mater? 90 Jahre Frauenstudium in Bayern - am Beispiel der Universität München. Katalog zur Ausstellung. München: 1993, S.68
Ebert, Monika: Zwischen Anerkennung und Ächtung. Medizinerinnen der Ludwig-Maximilians-Universität in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neustadt an der Aisch 2003, S. 229-230
Portrait:
Bußmann, Hadumod (1993) S.68
Ebert, M. a.a.O., S. 229

Eigene Publikationen

Publikationen:
Spasmophile Krämpfe im ersten Quartal der Säuglingszeit. München, Diss. Med. v. 1918
Deskriptoren:
jüdische Abstammung
Approbation im Kaiserreich
Suizid