Johanna Berta Lina Wilhelmine Suppes

Allgemeines

Nachname:
Suppes
Vorname:
Johanna Berta Lina Wilhelmine
Geburtsdatum:
02.07.1874
Geburtsort:
Dillenburg
Sterbeort:
Radebeul
Konfession:
evangelisch
Beruf des Vaters:
Jurist, Reichsgerichtsrat
Sonstiges:
Vater: Otto Suppes, Reichsgerichtsrat
Mutter: Adeline, geb. Keller

Ausbildung

Ausbildung und Schule:
Grundschule in Dillenburg. Besuch der Höheren Töchterschule in Kassel und Frankfurt a. M., Ostern 1899 - Herbst 1902 Gymnasialkurse für Frauen des Allgemeinen deutschen Frauenvereins in Leipzig, 13.2.1902 Abitur am Neustädter Gymnasium in Dresden
Medizinstudium (1902-1907): Leipzig (4), Freiburg i. Br. (1), München (6), 27.2.1905 Physikum in München, 10.12.1907 Staatsexamen in München, 15.1.- 01.06.1908 Medizinalpraktikantin an der kgl. Kinderpoliklinik in München
praktisches Jahr am Stadtkrankenhaus Friedrichstadt in Dresden
Ort des Staatsexamens:
München
Datum des Staatsexamens:
10.12.1907
Ort der Promotion:
München
Datum der Promotion:
08.02.1909
Datum der Approbation:
14.01.1909

Beruf

Fachbezeichnung:
Kinderärztin (RMK 1919, 1933, 1937), Schulärztin (RMK 1928, 1933)
Anerkennung Facharzt Kinder 1913
Art der Tätigkeit:
15.01.1909 Hilfsärztin am Stadtkrankenhaus Friedrichstadt in Dresden auf den Abt. f. Innere Krankheiten
01.06.1909 - 30.6.1910 Assistentin am städtischen Säuglingsheim in Dresden
1911 Hilfsärztin an d. Kgl. Frauenklinik in Dresden
1912 "auf Reisen" (lt. RMK)
bis 1915 Anatomieunterricht in den privaten Dalcroze-Kursen Hellerau
ab 1.4.1917 Vertretung des dirigierenden Arztes im städtischen Säuglingsheim zu Dresden
1913-1944 niedergelassene Ärztin in Dresden
ab 1920 Unterricht in Gesundheitslehre an der Sozialen Frauenschule von Dr. Lotte Schurig in Dresden, um 1928 Sozialhygiene
1928-1933 Schulärztin in Dresden
Kommentar zur Tätigkeit:
Als Hilfsärztin 1909 erhielt sie 2250 Mark einschl. 1050 Mark Naturalbezug
1912 wurde sie für ein Jahr Hilfsärztin am pathologischen Institut des Stadtkrankenhauses Dresden-Friedrichstadt Sie erhielt für diese Zeit ein Stipendium von 200 Mark
auch nach ihrer Niederlassung als Kinderärztin arbeitete sie aushilfsweise im Städtischen Säuglingsheim in Dresden
Tätigkeitsorte:
1909-1945: Dresden, dort:
Städtisches Säuglingsheim (1909/10)
Kgl. Frauenklinik (1911)
Pragerstr. 40 (RMK 1933, 1935, 1937, 1943/44)
1945-1947 Radebeul, Paradiesstr. 66
Haupttätigkeitsort:
Dresden
Veränderungen nach 1933:
zugelassen Amt für Volksgesundheit (RÄK 1945)
Unterbrechung der Tätigkeit vom 1.4.1944 bis 30.5. 1945 wegen Krankheit
Beim Bombenangriff auf Dresden 1945 wurde ihr Wohnhaus zerstört. Sie bewohnte bis zu ihrem Tode ihr Elternhaus in RAdebeul

Literatur

Quellen und Sekundärlitertur

Quellen:
Lebenslauf (Diss.)
RMK 1911, 1912, 1914, 1919, 1928, 1929, 1931, 1933, 1935, 1937
Jahresverz. d. a. d. dtsch. Univ. ersch. Schriften 1909
Stadtarchiv Dresden. home.t-online.de/home/frauengeschichte/suppes.htm v. 29.06.00
Ebert, Monika: Zwischen Anerkennung und Ächtung. Medizinerinnen der Ludwig-Maximilians-Universität in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neustadt an der Aisch 2003. S. 57 - 59
Archivalien
Auskünfte von Thilo v. Ameln, Dresden

Eigene Publikationen

Publikationen:
Ueber das Knorpelglykogen der Rippenepiphysen bei Rhachitis. (Path. Inst. Dresden-Friedrichstadt). (Zschr. Path. 26. Bd. H.2) ( Münch. med. Wschr. 69 (1922), S. 366), zugl. München, Diss. Med. v. 1909
Deskriptoren:
(Auto-)Biographie vorhanden
Abitur
Approbation im Kaiserreich
NS-Gesundheitsdienst (o.ä.)