Alice Kamerase, geb. Weinberg

Allgemeines

Nachname:
Kamerase
Geburtsname:
Weinberg
Vorname:
Alice
Geburtsdatum:
17.09.1891
Geburtsort:
Berlin
Sterbedatum:
1943 (nach)
Sterbeort:
Auschwitz
Kommentar zu den Lebensdaten:
verschollen in Auschwitz
Beruf des Vaters:
Fabrikbesitzer
Ehemann:
Kamerase, Siegfried
Sonstiges:
Vater: Siegfried Weinberg

Ausbildung

Ausbildung und Schule:
Besuch der höheren Töchterschule und der "Gymnasialkurse für Frauen zu Berlin"
Beginn des Medizinstudiums 1912 an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin
ersten vier Semester in Berlin, das fünfte in Heidelberg verbracht, hier im Juli 1914 die ärztliche Vorprüfung abgelegt
erstes klinisches Semester in Berlin
anschließend Tätigkeit als Assisitentin in den Heilanstalten für äußere Tuberkulose in Hohenlychen
ab Ostern 1916 Fortsetzung des Studiums, im Oktober 1917 ärztliches Staatsexamen
Praktikantenjahr in der Kinderklinik der Charité und in den Heilanstalten für äußere Tuberkulose des roten Kreuzes in Hohenlychen
Ort des Staatsexamens:
Berlin
Datum des Staatsexamens:
Oktober.1917
Ort der Promotion:
Berlin
Datum der Promotion:
20.02.1919
Datum der Approbation:
11.12.1918

Beruf

Fachbezeichnung:
Kinderärztin (RMK 1929, 1931)
Art der Tätigkeit:
1926/27, 1928 niedergelassene Ärztin
1929, 1931, 1933, 1935, 1937 ohne Praxis
Kinderärztin in Berlin
Tätigkeitsorte:
1926/27 - 1937: Berlin-Schmargendorf, Kunostr. 52 (RMK 1926/27.1928)
Berlin W 15, Achenbacherstr. (Achenbachstr.?) 9 (RMK 1931-37). Hier bis 1943 wohnhaft
Haupttätigkeitsort:
Berlin
Veränderungen nach 1933:
Jüdin nach dem Gesetz vom 07.04.1933. 1933 Entzug der Kassenzulassung.
Entzug der Approbation 1938.
Zusammen mit ihrem Ehemann wurde sie mit dem 30. Transport v. 26.02.1943 nach Auschwitz deportiert, erst Zwangsarbeit als Arbeiterin, dann verschollen

Literatur

Quellen und Sekundärlitertur

Quellen:
Lebenslauf (Diss.)
RMK 1926/27, 1928, 1929, 1931, 1933, 1935, 1937
Jahresverzeichnis der an den Deutschen Universitäten erschienen Schriften 1919, S. 182
Gedenkbuch Berlins, 1995, S. 612
Gedenkbuch - Opfer d. Verfolgung d. Juden, 1986, Bd. 1,S.696
Leibfried/Tennstedt, Berufsverbote, 1980, S. 257
Verzeichnis jüdischer Ärzte in der Reichshauptstadt, 1937
E. Seidler: Kinderärzte 1933-1945. Bonn 2000, S. 15
Ärzteblatt für Berlin 40(1935), S. 195
Archivalien

Eigene Publikationen

Publikationen:
Ein Beitrag zur Casuistik der Osteomyelitis des Unterkiefers. Berlin, Diss. Med. v. 20.02.1919
Deskriptoren:
Approbation im Kaiserreich
jüdische Abstammung
Einsatz im 1. Weltkrieg
ermordet im NS
Deportation ins Konzentrationslager