Natalie Ferchland, geb. Ziegelroth

Allgemeines

Nachname:
Ferchland
Geburtsname:
Ziegelroth
Vorname:
Natalie
Geburtsdatum:
28.03.1871
Geburtsort:
Ostrowo (Posen)
Sterbedatum:
03. 05.1928
Sterbeort:
Berlin
Kommentar zu den Lebensdaten:
RMK 1931: Liste der verstorbenen Ärzte: verstorben zwischen 1929 u. 1930 in Berlin
die Enkelin gibt das Geburtsjahr mit dem 04.04.1871 an, N. F. selbst im Lebenslauf ihrer Dissertation mit dem 28.03.1871
auch das Todesdatum stammt von der Enkelin, im RMK
1931 steht nur "verstorben zwischen 1929 u. 1930"
Beruf des Vaters:
Kantor
Ehemann:
Dr. Paul Ferchland
Kommentar zum Ehemann:
Patentanwalt
Kommentar zu den Kindern:
Hussels, Käthe, geb. Ferchland, Ärztin, geb. 26.04.1897, appr. 1925 gest. 1980
Sonstiges:
Schwester der Ärztin Helene Stoeltzner, geb. Ziegelroth
Vater war Kantor, Israel Ziegelroth, Mutter Rachel, geb. Warz. Die Familie kam mit 7 Kindern um die Jahrhundertwende von Posen nach Deutschland. Vier Kinder wählten den ärztlichen Beruf, 3 wurden Musiker
Helene, verh. Stoeltzner - Ärztin
Nathalie, verh. Ferchland - Ärztin
Leo - Sänger
Peter - Arzt, Bauherr, der das Sanatorium in Krummhübel/Riesengebirge und das Krankenhaus Waldfrieden in Berlin Zehlendorf bauen ließ
Bernhard - Sänger
Hermine, verh. Rhenius - Zahnärztin, überlebte das KZ Theresienstadt)
Adolf - Sänger, später Arzt
(Die Reihenfolge entspricht nicht der wirklichen Geburtenfolge)

Ausbildung

Ausbildung und Schule:
Besuch der Höheren Töchterschule in Schwedt a. O. und Halberstadt
Lehrerinnenseminar in Halberstadt
Lehrerinnenexamen für höhere Mädchenschulen
später Gymnasialkurse bei Helene Lange in Berlin und Privatunterricht zur Vorbereitung auf das Abitur, Maturitätsprüfung für Mediziner in Zürich
Medizinstudium in Zürich (Immatrikulation SS 1893, SS 1895, SS 1896 Uni Zürich, Exmatrikulation mit Zeugnis vom 09.05.1899); in Deutschland: Halle, 05. März 1901 Physikum in Halle, 03.8.1903 Staatsexamen in Halle,
vor dem 06.11.1903 Volontärassistentin am Institut von Prof. v. Bramann und von Prof. von Mering in Halle und bei Prof. Flesch in Frankfurt a. M.
Ort des Staatsexamens:
Halle a. S.
Datum des Staatsexamens:
1903
Ort der Promotion:
Halle a. S.
Datum der Promotion:
06.11.1903
Datum der Approbation:
1903

Beruf

Fachbezeichnung:
Polizeiärztin (RMk 1907ff.)
Art der Tätigkeit:
1905 Assistenzärztin an der Naturheilanstalt von Zimmermann in Chemnitz
1905 - 1928 Polizeiärztin in Berlin
Ärztin für Weiber im Gefängnis und Gewahrsam, Berlin W 30, Motzstr. 57, Eingang II, Alexanderstr. (1910)
niedergelassene Ärztin bis zu ihrem Tode
Kommentar zur Tätigkeit:
erste Berliner Polizeiärztin mit deutscher Approbation (Nachfolgerin von Agnes Hacker)
Tätigkeitsorte:
1905: Chemnitz, Naturheilanstalt von Zimmermann und Berlin
1905 - 1929: Berlin, dort:
Neue Ansbacher Str. 18 (RMK 1907, 1908)
Motzstr. 57 (1910, RMk 1912, 1914)
Neue Ansbacherstr. 18 (RMK 1911)
Steinacherstr. 2 (MK 1917, 1919, 1928)
Haupttätigkeitsort:
Berlin
Mitgliedschaften:
Bund für Mutterschutz (o. J.)

Literatur

Quellen und Sekundärlitertur

Quellen:
Lebenslauf (Diss.)
RMK 1905, 1907, 1908, 1911, 1912, 1914, MK 1917, 1919, RMK 1928, 1929, 1931
Adreßkalender für die kgl. Residenzstädte Berlin, Potsdam, Charlottenburg 1910 u.1916
Österr. Ärzte Ztg. 24(1905), S. 14
Nowacki, Bund f. Mutterschutz, 1983, S. 144
Archivalien
Lebenslauf (Diss.) von Käthe Hussels, geb. Ferchland
Index-Cat. of the Library of the Surgeron-General's Office, United States Army. Ser.3, Vol. 5, Washington 1925, o.S.
Staatsarchiv Zürich/WebSeite Uni Zürich: http://www.rektorat.unizh.ch/matrikel/hintro.htm
Portrait:
Ja, Foto v. Ullstein Bilderdienst 506056 - ersch. in der Berliner Morgenpost
Bilder aus Privatbesitz

Eigene Publikationen

Publikationen:
Über Vergiftungen durch Leuchtgas und Kohlenoxyd. Halle a. S., Med. Diss. v. 06.11.1903
Deskriptoren:
Abitur
Vorberuf
Approbation im Kaiserreich
sozialpol. Engagement