Clara Davidson-Pietrkowski, geb. Pietrkowski

Allgemeines

Nachname:
Davidson-Pietrkowski
Geburtsname:
Pietrkowski
Vorname:
Clara
Geburtsdatum:
06.06.1882
Geburtsort:
Posen
Sterbedatum:
26.05.1956
Sterbeort:
Petach-Tikva
Konfession:
mosaisch
Beruf des Vaters:
Kaufmann
Ehemann:
Arnold Davidsohn
Kommentar zum Ehemann:
Arnold Davidsohn, Arzt, gest. 1936 Eheschließung zwischen 1914 und 1919. Die Ehe wurde geschieden.
Kinder:
2
Kommentar zu den Kindern:
Sohn Peter Davidsohn Tochter, Miriam Konrad geb. Davidsohn

Ausbildung

Ausbildung und Schule:
Besuch der höheren Töchterschule und des kgl. Lehrerinnenseminars in Posen, Privatunterricht und Gymnasialkurse für Frauen bei Helene Lange in Berlin, August 1903 Abitur am Königstädtischen Realgymnasium in Berlin
Medizinstudium: (1903-1908): Freiburg i. Br. (5), Kiel (1), Berlin (2=WS 1906/07, SS 1907), Freiburg (1), Kiel (1)
17.12.1908 Staatsexamen in Kiel.
Januar bis März 1909 bakteriologische Ausbildung am Hygienischen Institut der Stadt Posen bei Geheimrat Wernicke, 1.4.1909-1.4.1910 Medizinalpraktikantin in der inneren Abteilung des Allerheiligen-Hospitals in Breslau bei Prof. Stern.
Ort des Staatsexamens:
Kiel
Datum des Staatsexamens:
17.12.1908
Ort der Promotion:
Kiel
Datum der Promotion:
13.06.1910
Datum der Approbation:
18.01.1910

Beruf

Art der Tätigkeit:
1911 niedergelassene Ärztin in Berlin,
1914-1919 niedergelassene Ärztin in Hannover
1928-35 in Hildesheim
1942-1943 Leiterin eines sozialen Kinderheimes "Onel Sara" in Haifa
Kommentar zur Tätigkeit:
Davidson-Pietrkowsky legte 1910 als erste Frau an der medizinischen Fakultät in Kiel ihr Doktorexamen mit der Bewertung gut ab.
Tätigkeitsorte:
1911: Berlin, Klopstockstr. 51 (RMK 1911), 1914-19: Hannover
1928-1935: Hildesheim, dort: Sedanstr. 37 (RMK 1928ff.)
1955: Haifa-Chusa, Gad Str. 8
1942 Haifa: Hechaluzstr.
Haupttätigkeitsort:
Hannover
Hildesheim
Veränderungen nach 1933:
Jüdin nach dem Gesetz vom 07.04.1933. 1933 verliert sie die kassenärztliche Zulassung. 1936 wandert sie über Italien aus und emigriert von dort 1939 nach Palästina. Von 1939-1942 konnte sie keine ärztliche Tätigkeit ausüben. 1942 im Dezember erhielt sie die ärztliche Lizenz für Palästina, mangels Geldmittel kann sie jedoch keine Praxis eröffnen. 1942 arbeitet sie als Leiterin eines Kinderheims in Haifa. 1943 - 1949 ist sie nicht berufstätig und lebt von der Unterstützung von Kindern und Verwandten. 1949-1954 arbeitet sie vertretungsweise bei der Arveiterkrankenkasse (Kupath Cholim). Ab Mai 1954 übte sie ihren Beruf nicht mehr aus.

Literatur

Quellen und Sekundärlitertur

Quellen:
Lebenslauf (Diss.)
RMK 1911, 1914, MK 1917, 1919, RMK 1928, 1929, 1931, 1933
Schlotfelder-Schäfer, Frauenstudium in Kiel, 1981, S. 64
Jahresverz. d. a. d. dtsch. Univ. ersch. Schriften 1909/1910
Archivalien

Eigene Publikationen

Publikationen:
Beitrag zur Hysterie der Kinder. Kiel, Med. diss. v. 13.6.1910
Deskriptoren:
Abitur
jüdische Abstammung
Approbation im Kaiserreich