Justina Jula Bischofswerder, geb. Horowitz

Allgemeines

Nachname:
Bischofswerder
Geburtsname:
Horowitz
Vorname:
Justina Jula
Geburtsdatum:
28.10.1888
Geburtsort:
Thorn
Sterbedatum:
1943 (nach März)
Sterbeort:
Auschwitz
Kommentar zu den Lebensdaten:
verschollen in Auschwitz nach dem März 1943
Beruf des Vaters:
Gymnasialprofessor
Ehemann:
Bischofswerder, Franz
Kommentar zum Ehemann:
Referendar, geb. 13.6.1888, Eheschließung 01.04.1914
Kinder:
1
Kommentar zu den Kindern:
Sohn Ernst, geb. 13.2.1918. Er war nach einer Scharlacherkrankung mit Encephalitis geistig behindert. Lt Auskunft einer Nichte von J. B. wurde er 1942 ins Warschauer Ghetto deportiert (lt. dem Berliner Gedenkbuch ist er ausgewandert, wohin ist unbekannt)

Ausbildung

Ausbildung und Schule:
Städtische Höhere Mädchenschule, Lehrerinnenseminar in Thorn, 1908 Lehrerinnenprüfung
private Vorbereitung auf das Abitur
1910 Abiturprüfung an der Hohenzollernschule in Schöneberg
Studium: Medizinstudium 1910 - 1915 in Berlin und Jena
1912 Physikum in Berlin
Staatsexamen 1915
praktisches Jahr II. Universitäts- u. Poliklinik an der Charite Berlin u. 1. innere Abt. Städtisches Krankenhaus Charlottenburg-Westend
Ort des Staatsexamens:
Berlin
Datum des Staatsexamens:
11.05.1915
Ort der Promotion:
Berlin
Datum der Promotion:
20.07.1916
Ort der Approbation:
Berlin
Datum der Approbation:
01.07.1916

Beruf

Fachbezeichnung:
Internistin (RMK 1931, 1933, 1935, 1937)
Art der Tätigkeit:
Niedergelassene Ärztin(1919-1938)
zwangseingesetzt als "Krankenbehandlerin" in Berlin 1938-1943
Tätigkeitsorte:
1919 - 1943 Berlin, dort:
1919, 1926, 1927, 1928, 1929, 1931, 1933 Siegmundshof 16
1934, 1935, 1937, 1939 0 17, Markgrafendamm 25
1943 W 50, Passauer Str. 2
Haupttätigkeitsort:
Berlin
Veränderungen nach 1933:
Jüdin nach dem Gesetz vom 07.04.1933. 1933 Entzug der Kassenzulassung, 1938 Approbationsentzug. Als "Krankenbehandlerin" in Berlin tätig bis 1943
am 6.4. 1943, ging mit dem 35. Transport nach Auschwitz, dort verschollen
Ihr Mann arbeitete als Reiseleiter. Sein Schicksal ist unbekannt.
Mitgliedschaften:
Berl. med. Ges. (1931)
BdÄ (ausgetreten 1930)

Literatur

Quellen und Sekundärlitertur

Quellen:
Lebenslauf (Diss.)
Verhandl. Berl. med. Ges., Ges. Jahr 1931, Bd 62 (1932), Mitgliederverz.
RMK 1919, 1926/27, 1928, 1929, 1931, 1933, 1935, 1937
Mschr. dtsch. Ärztinnen 6 (1930), S. 234
Gedenkbuch Berlins der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus, Bd. 1, S. 122
Ärzteblatt f. Berlin 39 (1934), S. 396, 405
Leibfried/Tennstedt, Berufsverbote, 1980, S. 255.
Verzeichnis jüdischer Ärzte in der Reichshauptstadt, 1937

Eigene Publikationen

Publikationen:
Die Cholecystitis adhaesiva. Berlin, Med. Diss. v. 20.7.1916
Deskriptoren:
Standespolitik
BDÄ (Bund Deutscher Ärztinnen)
Abitur
Vorberuf
jüdische Abstammung
ermordet im NS
Deportation ins Konzentrationslager
Approbation im Kaiserreich