Maria Boddin, geb. Pewsner

Allgemeines

Nachname:
Boddin
Geburtsname:
Pewsner
Vorname:
Maria
Geburtsdatum:
17.04.1881
Geburtsort:
Charkow (Ukraine)
Sterbedatum:
01.04.1971
Sterbeort:
Berlin
Konfession:
katholisch
Beruf des Vaters:
Beamter
Ehemann:
Boddin, Arthur
Kommentar zum Ehemann:
Eheschließung 1907. A. Boddin ist der Nachkomme des ehemaligen Neuköllner Bürgermeister, Hermann Boddin
Sonstiges:
1918 übersiedelte sie mit ihrem Ehemann von Petersburg nach Berlin, verwitwet

Ausbildung

Ausbildung und Schule:
1891 - 1898 Deutsches Mädchengymnasium in Charkow, 1898 Abitur
Studium: Medizinstudium 1907 in der Schweiz (Bern), dann weiter in Charkow am Medizinischen Institut für Frauen
1914 Staatsexamen in Rußland
Ort des Staatsexamens:
Berlin
Datum des Staatsexamens:
1930
Ort der Promotion:
Berlin
Datum der Promotion:
1931
Ort der Approbation:
Charkow
Datum der Approbation:
1930

Beruf

Fachbezeichnung:
Fachärztin für Kinderkrankheiten (seit 01.12.1930)
Art der Tätigkeit:
ab 1914 am Kinderkrankenhaus "Prinz Peter von Oldenburg" in Petersburg tätig, Leiterin der Kinderabteilung des Ambulatoriums der Krankenkasse, Schulärztin in Petersburg
1918 - 1922 Säuglingsfürsorgestelle Berlin
1920 - 1932 Assistenzärztin Universitätskinderklinik Charité
seit 1938 Niedergelassene Ärztin in Berlin
1945 Leiterin einer Säuglingsfürsorgestelle in Neukölln, daneben Praxis
Kommentar zur Tätigkeit:
1918übersiedelte sie mit ihrem Ehemann von St. Petersburg nach Berlin
Tätigkeitsorte:
1933-1971 Berlin, dort:
1961 - 1971 Neukölln, Leykestr. 6
Haupttätigkeitsort:
Berlin
Veränderungen nach 1933:
Jüdin nach dem Gesetz vom 07.04.1933, scheint aber während des Dritten Reiches in Berlin als Ärztin tätig gewesen zu sein. Entzug der Kassenzulassung am 29.08.1933
Überlebte in Berlin und wohnte nach der Befreiung in Berlin-Neukölln
Mitgliedschaften:
BdÄ
Hartmannbund (Eintritt: 6.12.1954, 1. Anmeldung 1.9.51
Beitrag ab 1.10.1954: 5,-)

Literatur

Quellen und Sekundärlitertur

Quellen:
Index-Cat. of the Library of the Surgeon General's Office, 4. Ser., Vol II, Baade-Bzowski, Washington 1937, S. 729
RMK 1933, 1935, 1937
Fernsprechbuch Berlin 1946
Der Arzt. 1952, S. 172
Falck: Frau Dr. med. Maria Boddin, Berlin, gestorben (Mitteilungsbl. d. dtsch. Ärztinnenbundes 18 (1971), H. 5, S. 8
Seidler
Ärzteverzeichnis für Groß-Berlin 1949
Berliner Ärzte-Adreßbuch 1953, S. 126, 1960, S. 81
Archivalien
Falck: Frau Dr. med. Maria Boddin, Berlin, gestorben (Mitteilungsbl. d. dtsch. Ärztinnenbundes 18 (1971), H. 5, S. 8

Eigene Publikationen

Publikationen:
Myatonia congenita bei zwei Geschwistern (Arch. Kinderhk. 88 (1929), 1 - 8)
Nachuntersuchung von Kindern mit Erythema nodosum und Tuberkulininfektion. Spontane Rückbildung von Lungeninfiltration bei Erythema nodosum (Mschr. Kinderhk. 43(1929), 535-541)
Zur Kehlkopfstenosefrage im Kindesalter. Med. Klinik 1929 II, 1391 - 1992
u. R. Hamburger: Ergebnisse der Behandlung des Mehlnährschadens. Jb. Kinderhk. 125(1929), 300 - 307
Kasuistischer Beitrag zur Pyuriefrage im Säuglingsalter ( Med. Klinik 1929 I, 457-459)
Ueber besondere Ursachen chronischer Pyurie im Kindesalter (Archiv Kinderhk. 90 (1930), 18 - 26)
Beitrag zur Klinik des neurogenen Ekzems (Med. Klinik 1930, Nr. 8) zit. nach: (Zschr. f. ärztl. Fortbildung 127(1930), Nr. 18, S. 602)
Beobachtungen über das weitere Schicksal von Kindern mit sogenanntem Primärkomplex in der Lunge. Berlin, Diss. Med. v. 1931
Deskriptoren:
BDÄ (Bund Deutscher Ärztinnen)
Öff. Gesundheitswesen
Approbation im Kaiserreich
jüdische Abstammung