Helene Henriette Börner

Allgemeines

Nachname:
Börner
Vorname:
Helene Henriette
Geburtsdatum:
20.03.1886
Geburtsort:
Leer (Ostfriesland)
Sterbedatum:
14.09.1975
Sterbeort:
Hamburg
Konfession:
evangelisch
Beruf des Vaters:
Praktischer Arzt
Sonstiges:
Lernte während der Vorbereitung auf das Abitur auf der Presse in Braunschweig Elise Hermann kennen, daraus entwickelte sich eine Freundschaft und Lebensgemeinschaft.  Eltern: Christian und Clara Börner, geb. Garrels. Schwester: Clara Rassau, geb. Börner

Ausbildung

Ausbildung und Schule:
Besuch der höheren Mädchenschule zu Leer
Lehrerinnenseminar zu Leer, 1905 Lehrerinnenexamen für mittlere und höhere Mädchenschulen
zweieinhalb Jahre in Lausanne und Paris
1910 Abitur am Realgymnasium zu Einbeck. Medizinstudium in München, Tübingen und Freiburg i.Br. Zwei Jahre Kriegsdienst als ärztliche Lazaretthilfe in Leer
Staatsexamen in Freiburg 1916
Ort des Staatsexamens:
Freiburg i. Br.
Datum des Staatsexamens:
1916
Ort der Promotion:
Freiburg i. Br.
Datum der Promotion:
1916
Datum der Approbation:
1917

Beruf

Fachbezeichnung:
Gynäkologin (RMK 1926/27),(1967)
Art der Tätigkeit:
1. WK Tätigkeit im Lazarettdienst in Leer/Ostfriesl.
1916-19 Städtisches Krankenhaus Harburg, Institut f. Geburtshilfe Hamburg, Universitätsfrauenklinik Kiel
1919-1965 niedergelassene Ärztin in Hamburg, Frauenärztin
Leitung der gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung des Krankenhaus Jerusalem, später Chefärztin (bis 1964), ärztliche Tätigkeit bis Mitte 1965
Kommentar zur Tätigkeit:
Lernte während ihrer medizinischen Ausbildung die gleichaltrige Ärztin Elise Herrmann kennen, zu der sie ihr ganzes Leben eine freundschaftliche Beziehung hatte
bis zum Tod von E. Herrmann im Jahre 1972 lebte sie mit dieser in einer Lebensgemeinschaft. 1919 ließ sich Helene Börner im gleichen Haus wie E. Herrmann in Hamburg als Frauenärztin nieder, E. Herrmann hatte hier ihre kinderärztliche Praxis eröffnet.  Sie lehnt im Mai 1946 die Tätigkeit im Prüfungsausschuß für Facharztanerkennung ab.
Tätigkeitsorte:
1919 - 1965: Hamburg, dort: Oberstr. 20 (1920)
Oberstr. 59 (1926)
Oberstr. 65 (1933-61)
Jungfernstieg 30 (1937-41) Praxisanschrift
Saselbergweg 95 (1966-71)
Haupttätigkeitsort:
Hamburg
Veränderungen nach 1933:
In der Zeit des Zweiten Weltkrieges war sie als Gynäkologin in Hamburg tätig
1942 wurden ihre Praxisräume im Jungfernstieg 30 durch einen Bombenangriff beschädigt
sie wollte die Räume an andere Ärzte vermieten, ob dies geschah, ist nicht ersichtlich.
Mitgliedschaften:
Dtsch. Akademikerinnenbund (1967)
BdÄ (1931 Schriftführerin der Ortsgruppe Hamburg)
Ev. Arbeitskreis f. Sexualethik (1931)
Ev. Eheberatungsstelle der Stadtmission Hamburg
Ärztl. Bezirksverein St. Georg (1920)
Verein der Spezialärzte von Hamburg (1921)

Literatur

Quellen und Sekundärlitertur

Quellen:
Lebenslauf (Diss.)
MK 1919, RMK 1926/27, 1929, 1931, 1933, 1935, 1937
Hailer, Ärztl. Stellungnahmen..., Diss. med. v. 1986
Mitteilungsblatt d. Dtsch. Ärztinnenbundes, Nr. 55, (05/1966), S. 8-10
Hamburger Abendblatt 1966, o.D.,o. S.
Hamburger Abendblatt, 21.3.1966, o. S.
Teilnehmerliste der ersten Sitzung des ev. Arbeitskreises für Sexualethik v. 20./21.10.1931
Mitgliederliste d. Dt. Akad. Bundes 1967
Archivalien
Hamburger Wschr. f. Ärzte u. Krankenkassen (04.04.1920), Nr. 14, S. 17)
Ebd. (24.06.1921), Nr. 30, S. 249
Berl. Ärztebl. 65 (1952) S.444
Hamburg-Lübeck mit Travemünde - Teilbd. des Reichs-Ärzte-Adreßbuches. Berlin: Branchen-Adressenverl. (um 1952)
Albrecht, Drei Hamburger Ärztinnen 80 Jahre alt, (Mitteilungsblatt d. Dtsch. Ärztinnenbundes, Nr. 55, Mai 1966, S. 8-10
Ärztin 7(1931), 201
Portrait:
Ja, s. Archivalien: Arztausweis v. 5.4.1945

Eigene Publikationen

Publikationen:
Ursache der Steigerung der Adrenalinwirkung auf den Kaninchenblutdruck durch Hypophysenextrakte. Freiburg, Med. Diss. v. 1916
Sollen Schutzmittelautomaten aufgestellt werden? (Ärztin 5 (1929), H. 12, S. 246-247)
Über sexuelle Aufklärung im Rahmen der Schule (Ärztin 5 (1929), H. 4), S. 65-67)
Zur Frage der Schwangerschaftsunterbrechung. Monatsschrift Deutscher Ärztinnen 6(1930), S. 176-183
Zur Frage der Schwangerschaftsunterbrechung, in: § 218. Eine sachliche Aussprache, H. 1, (Der freie Dienst. Beih. zu "Kommende Gemeinde", hrsg. Hauer, J. W.), Leipzig 1931, S. 72 ff.)
Bericht über die Naumburger Tagung am 6. und 7. Dezember (Ärztin 7 (1931), H. 1, S. 16- 21, H. 2, S. 43-49)
Rundfrage an die Ärztinnen über ihre Stellungnahme zur Schwangerschaftsunterbrechung. (Die Ärztin 8 (1932), S. 3 - 18)
Zum § 218. (Dtsch. med. Wschr. Nr. 16, zit. nach Münch. med. Wschr. 79(1932), 809)
Zur Frage der ärztlichen Berufstätigkeit der Frau (Ärztin 9 (1933), H. 11, S. 233-243) sowie in: Die deutsche Kämpferin 1(1934), S. 217-225
u. Grete Albrecht: Kurzer Beitrag zur Berufslage der Ärztin. (Ärztin 10 (1934), S. 67)

Deskriptoren:
Einsatz im 1. Weltkrieg
Vorberuf
sozialpol. Engagement
NS-Gesundheitsdienst (o.ä.)
Approbation im Kaiserreich
Frauenvereine
BDÄ (Bund Deutscher Ärztinnen)
§ 218